POLITIK


2013/110

Postulat von Dr. Richard Wolff (AL) vom 27.03.2013:
Sicherung der Werke bildender Künstlerinnen und Künstler und ihrer Nachlässe sowie Regelung des Zugangs für die Öffentlichkeit

Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie die bedeutende und wertvolle Kunstsammlung der Stadt Zürich vermehrt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.

Begründung:
Die Stadt Zürich besitzt eine Kunstsammlung mit 35'156 Kunstwerken. Sie bietet laut Aussage der sie betreuenden Abteilung der Immo eine "exzellente Übersicht über das vielfältige und facettenreiche Kunstschaffen in Zürich" und repräsentiert das künstlerische Schaffen in Zürich in den letzten 100 Jahren. Die Sammlung wird laufend ergänzt durch die Ankäufe der Kunstkomrnission
der Stadt Zürich.
Wenn die Werke nicht zufällig für eine externe Ausstellung ausgeliehen sind, können sie nur von den Mitarbeiterinnen der Stadt Zürich und nur einzeln besichtigt werden. Sie werden heute nur als Schmuck in den Räumen der Stadt eingesetzt.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass Zürichs "facettenreiches Kunstschaffen ... der letzten 100 Jahre" nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Geprüft werden sollte unter anderem, wie in Kooperation mit privaten Initiativen (z.8. Art Dock) Räume bereitgestellt und attraktive Ausstellungen organisiert werden können.
Beispiel und Vorbild sei die Retrospektive "Weitblick 2013" im Güterbahnhof, welche mit Nachlässen von Trudi Demut und atto Müller (Kunstpreisträger) und den befreundeten Wuhrsträsslern unsere grosse Epoche des Aufbruchs in die Moderne wieder auferleben lässt.

Die Schau beweist: Unser kulturelles Erbe ist absolut sehenswert - nur noch bis Ende April 2013!

 

2012/445
Postulat von Dr. Richard Wolff (AL) vom 28.11.2012:
Sicherung der Werke bildender Künstlerinnen und Künstler und ihrer Nachlässe sowie Regelung des Zugangs für die Öffentlichkeit

Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie in Zusammenarbeit mit Privaten die Werke lokaler Malerinnen und Bildhauer und ihrer Nachlässe gesichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Abgeklärt werden soll insbesondere, wie zusammen mit Stiftungen, die sich um Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern kümmern, und weiteren Interessierten eine Einrichtung mit Kunstflächen, Kunstdepots und Werkstätten geschaffen werden kann, die Kristallisationspunkt werden soll für das Sammeln, Akquirieren, Kuratieren, Ausstellen und Verkaufen von Werken bildender Künstlerinnen und Künstler, die in Zürich leb(t)en und arbeite(te)n.

Begründung:
Museen, Galerien und Sammler folgen globalen Trends. Werke lokaler Maler und Bildhauerinnen verschwinden in Depots und Kellern. Es werden zwar noch Kulturpreise verliehen, aber Gepriesene wie Otto Müller oder Wilfried Moser sind schnell vergessen.
Im Güterbahnhof demonstriert die Stiftung Trudi Demut und Otto Müller, wie eine Einrichtung zur Sicherung des kulturellen Erbes lokaler bildender Künstlerinnen und Künstler funktionieren könnte. Mit dem Abriss des Güterbahnhofs wird das Projekt im nächsten Frühling zu Ende gehen.
Zusammen mit den Stiftungen, die die Lebenswerke von Richard Lohse, Mario Comensoli, Wilfried Moser, Ilse Weber, Hanny Fries, Trudi Demut & Otto Müller hegen, und Privaten, die wichtige Schätze des Zürcher Kultur-Erbes hüten, kann und soll die Stadt Zürich ein Projekt initiieren, das die Erfahrungen der Ausstellung im Güterbahnhof aufnimmt und weiter entwickelt.

Mitteilung an den Stadtrat